Du liest in einem Angebot „499 € zzgl. MwSt.“ oder auf einer Rechnung „zzgl. Versandkosten“ und willst sicher sein, was am Ende wirklich zu zahlen ist. Die Abkürzung „zzgl.“ gehört zu den häufigsten im Geschäftsverkehr und entscheidet darüber, ob ein Preis günstiger wirkt, als er tatsächlich ist. Hier erfährst du, was „zzgl.“ genau bedeutet, wie es sich von „inkl.“ unterscheidet und worauf du beim Lesen von Preisen achten solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- „zzgl.“ ist die Abkürzung für „zuzüglich“ und bedeutet „zusätzlich“ oder „plus“.
- Der genannte Posten kommt zum Grundbetrag hinzu, etwa „100 € zzgl. MwSt.“ oder „zzgl. Versandkosten“.
- Das Gegenstück ist „inkl.“ (inklusive), bei dem der Posten bereits enthalten ist.
- „zzgl.“ begegnet dir vor allem auf Rechnungen, in Angeboten und bei Preisangaben.
- Gerade gegenüber Verbrauchern gelten besondere Regeln zur Angabe von Endpreisen – im Zweifel lohnt der Blick ins Kleingedruckte.
Was bedeutet „zzgl.“?
„zzgl.“ ist die Abkürzung für „zuzüglich“. Das Wort bedeutet so viel wie „zusätzlich“ oder „plus“. Steht ein Posten mit „zzgl.“ dabei, wird er zum genannten Grundbetrag hinzugerechnet. Der Endbetrag ist also höher als die zuerst genannte Zahl.
Ein einfaches Beispiel: „100 € zzgl. 19 % MwSt.“ heißt, dass zu den 100 Euro noch 19 Euro Mehrwertsteuer hinzukommen. Zu zahlen sind damit 119 Euro. Die zuerst genannte Zahl ist also der Netto-, nicht der Endbetrag.
„zzgl.“ gegen „inkl.“: der wichtige Unterschied
Das direkte Gegenstück zu „zzgl.“ ist „inkl.“ für „inklusive“. Beide sagen Gegenteiliges aus:
- zzgl. (zuzüglich): Der Posten kommt noch obendrauf. „90 € zzgl. Versand“ bedeutet, dass der Versand zusätzlich anfällt.
- inkl. (inklusive): Der Posten ist bereits enthalten. „90 € inkl. Versand“ heißt, dass der Versand schon im Preis steckt.
Gelegentlich begegnet dir auch „abzgl.“ für „abzüglich“. Das ist wiederum das Gegenteil von „zzgl.“: Hier wird etwas abgezogen, etwa ein Rabatt oder Skonto.

Wo „zzgl.“ typischerweise auftaucht
Die Abkürzung begegnet dir überall dort, wo Preise aufgeschlüsselt werden:
- Mehrwertsteuer: „zzgl. MwSt.“ oder „zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer“, vor allem bei Angeboten an Unternehmen.
- Versand und Verpackung: „zzgl. Versandkosten“ weist darauf hin, dass der Versand extra berechnet wird.
- Nebenkosten: bei Mieten oder Dienstleistungen, etwa „zzgl. Nebenkosten“ oder „zzgl. Anfahrt“.
Worauf du bei Preisangaben achten solltest
Ob ein Preis mit „zzgl. MwSt.“ angegeben werden darf, hängt davon ab, an wen er sich richtet. Im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen sind Nettopreise üblich. Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern gelten dagegen besondere Vorgaben zur Angabe von Endpreisen, die den Gesamtbetrag inklusive Steuern in den Vordergrund stellen.
Als Faustregel gilt: Wenn dir ein Preis „zzgl. MwSt.“ begegnet, solltest du den Endbetrag selbst nachrechnen oder im Kleingedruckten prüfen. So vermeidest du, dass dich die Mehrwertsteuer oder Zusatzkosten an der Kasse überraschen.
Fazit
„zzgl.“ steht für „zuzüglich“ und bedeutet, dass ein Posten zum genannten Betrag hinzukommt. Der Endpreis liegt also über der zuerst angegebenen Zahl. Das Gegenstück ist „inkl.“, bei dem alles bereits enthalten ist. Gerade bei Angeboten mit „zzgl. MwSt.“ lohnt es sich, den Gesamtbetrag nachzurechnen, damit am Ende keine Überraschung wartet.
FAQ
Was heißt „zzgl.“ ausgeschrieben?
„zzgl.“ steht für „zuzüglich“ und bedeutet „zusätzlich“ oder „plus“. Der genannte Posten wird zum Grundbetrag hinzugerechnet.
Was ist der Unterschied zwischen „zzgl.“ und „inkl.“?
Bei „zzgl.“ kommt der Posten noch oben drauf, bei „inkl.“ ist er bereits im Preis enthalten. Der Endbetrag fällt bei „zzgl.“ also höher aus.
Was bedeutet „zzgl. MwSt.“?
Dass zum genannten Nettobetrag noch die Mehrwertsteuer hinzukommt. Bei 100 € zzgl. 19 % MwSt. sind das 119 € insgesamt.
Heißt „zzgl.“ dasselbe wie „abzgl.“?
Nein, das Gegenteil. „zzgl.“ rechnet etwas hinzu, „abzgl.“ (abzüglich) zieht etwas ab, etwa einen Rabatt.
